Ab heute beginnt meine 2-monatige Reise durch Südamerika und ich muss sagen, dass es sich alles ein bisschen komisch angefühlt hat, Buenos Aires hinter sich zu lassen. Nach 5 Monaten haben sich einige Erinnerungen angesammelt und Freundschaften gebildet. An dem Abend vor unserem Abflug haben wir noch einmal ein gemeinsames Dinner mit Jerick, Per, Nele, Viggo, Lennart und Zoe organisiert und haben uns typisch für Argentinien nochmal eine Parilla für 4 reingeschraubt.
Danach haben wir uns dazu entschieden, noch gemeinsam zu einem Irish Pub weiterzugehen, um den Abend ausklingen zu lassen. Dass unser Flug um 4:20 ging und wir uns erst um 12:00 auf den Weg zum Irish Pub machten, nahmen wir in dem Moment nicht als Problem wahr. Als Jerick und ich uns kurz besprechen wollten, wann wir denn gehen sollten, wurde bereits mit einem gemeinsamen Nicken noch ein weiteres Guinness bestellt. Um ca. 2:00 kamen wir dann bei Jerick zuhause und packten noch die letzten Sachen in den Rucksack, bevor wir uns dann um 2:30 auf den Weg zum Flughafen machten. Jerick, das kleine Schlitzohr, hatte uns beiden noch 2-mal 730-ml-Dosen Brahma eingepackt, die wir eigentlich vor dem Flughafen vernaschen wollten, allerdings haben wir uns dann sehr verantwortungsbewusst dagegen entschieden, als es mit der Zeit dann doch etwas zu knapp wurde. (Ich hoffe, jemand hatte mit den Dosen eine gute Zeit ).
Als wir am Gate ankamen, konnten wir quasi direkt unsere Plätze durchlaufen und ich muss leider sagen, dass das einer der beschissensten Flüge gewesen ist, die ich je hatte. Absolut keine Beinfreiheit, das Flugzeug war viel zu heiß für einen 4-Uhr-morgens-Flug und gerade angenehm war der Flug jetzt auch nicht. Aber jut.
6:45 kamen wir in Salta an und machten uns direkt auf den Weg zum Bus Terminal, weil wir es gerne heute bis nach Uyuni (Bolivien) schaffen wollten. Als wir dort ankamen, natürlich ohne große Pläne, mussten wir feststellen, dass der Bus vor ca. 10 Min. abgefahren war und wir jetzt 4 Stunden auf den nächsten warten müssten. Damit haben sich auch unsere Pläne erledigt, heute noch nach Uyuni zu fahren. Aber so hatten wir noch etwas Zeit, Salta zu erkunden, bevor wir uns 9 Stunden in den Bus an die Grenze gepfercht haben.
Die Busreisen in Südamerika sind eigentlich immer top. Entspannte Sitze, auf meiner Reise nach Paraguay gab es Starlink WLAN und manchmal sogar Essen. Bei uns kam bei jeder Station nur ein Schwarm von Damen in den Bus, um uns Sandwiches und Empanadas zu verkaufen. Jerick machte dort auch den Deal seines Lebens: kaufte ein Wasser für 2.000, gab der Dame 10.000 und bekam 9.000 Pesos zurück. Was für ein Deal!
Eigentlich lief alles top, bis wir einen relativ langen Stopp in einer Werkstatt in der Mitte im Nirgendwo einlegten. Uns wurde nix gesagt, aber auf einmal kamen mehrere Arbeiter an unseren Bus und fingen an irgendwas rumzuschrauben. Was es war? Keine Ahnung, aber nach ca. einer halben Stunde fuhr unser Bus wieder und wir erreichten um 19:00 die Grenze zu Bolivien.
Im Vergleich zu Argentinien waren die Grenzstädte die heruntergekommensten Städte, die ich wahrscheinlich je gesehen hab. Alles voller bellender und uns hinterherlaufender Straßenhunde und abgerissener Häuser. Wir laufen natürlich schön mit all unserem Hab und Gut, Laptop, Pass usw. durch diese Stadt und ich hoffte einfach nur, dass wir jetzt da nicht abgezogen werden. Aber was muss das muss!
Die Busreisen in Südamerika sind eigentlich immer top. Entspannte Sitze, auf meiner Reise nach Paraguay gab es Starlink WLAN und manchmal sogar Essen. Bei uns kam bei jeder Station nur ein Schwarm von Damen in den Bus, um uns Sandwiches und Empanadas zu verkaufen. Jerick machte dort auch den Deal seines Lebens: kaufte ein Wasser für 2.000, gab der Dame 10.000 und bekam 9.000 Pesos zurück. Was für ein Deal!
Eigentlich lief alles top, bis wir einen relativ langen Stopp in einer Werkstatt in der Mitte im Nirgendwo einlegten. Uns wurde nix gesagt, aber auf einmal kamen mehrere Arbeiter an unseren Bus und fingen an irgendwas rumzuschrauben. Was es war? Keine Ahnung, aber nach ca. einer halben Stunde fuhr unser Bus wieder und wir erreichten um 19:00 die Grenze zu Bolivien.
Im Vergleich zu Argentinien waren die Grenzstädte die heruntergekommensten Städte, die ich wahrscheinlich je gesehen hab. Alles voller bellender und uns hinterherlaufender Straßenhunde und abgerissener Häuser. Wir laufen natürlich schön mit all unserem Hab und Gut, Laptop, Pass usw. durch diese Stadt und ich hoffte einfach nur, dass wir jetzt da nicht abgezogen werden. Aber was muss das muss!
Grenzüberquerung ging verhältnismäßig flott, aber das nächste Problem ließ nicht lange auf sich warten. Wir standen vor unserem Airbnb, aber wir hatten kein Internet, um dem Vermieter zu schreiben, dass wir da sind. Mehrere Leute auf der Straße sagten uns, wir sollen einfach gegen die Türe hämmern, aber keiner machte auf. Also in der Autowerkstatt gegenüber nachgefragt, ob wir deren Hotspot benutzen dürfen. Vermieter angerufen, er sagte: “Ich mach euch auf. Mehrere Minuten vergingen, wir hörten weiterhin am Hämmern, bis nach ca. 5-10 Minuten die Tür aufging und ein Mädel uns die Schlüssel für das Airbnb in die Hand drückte. Für 14 Euro Person haben sich Jerick und ich uns ein 5-Bett-Apartment gebucht. (War tatsächlich auch eines der wenigen Airbnbs in der Stadt, kein Idiot bleibt hier eigentlich länger als 20 Minuten.)
Zum Abschluss des Tages machten wir uns wieder an den Straßenhunden vorbei auf dem Weg zum Essen. Eines der wenigen Restaurants, die noch offen waren, sah für uns ansprechend aus. Für 3 Euro bestellten wir jeder: 1 Getränk, 1 Sandwich, 1 Suppe, 1 Milanesa mit Reis und Kartoffeln, 1 Tee, 1 Honigbrot, Trinkgeld. Bolivien wird, glaube ich, echt der Wahnsinn und ich freue mich auf die nächsten Tage. Morgen früh kommen Victor und Lex dazu, die dann noch eine Stunde Schlaf bei uns verbringen, bevor wir uns gemeinsam auf den Weg nach Uyuni machen. Mal schauen, wie das alles klappt!